Änderungen zur Solarförderung 2010 im Überblick
Das Bundeskabinett hat am 03.03. 2010 in seiner Sitzung die Neuregelung der Einspeisevergütung für Solarstrom beschlossen. Im Fokus der Medien stehen zwar die Senkungen, jedoch wurden einzelne Sätze und Grenzen auch angehoben.
Zu den geplanten neuen Regelungen im Einzelnen (geplantes Inkrafttreten ab 01. Juli 2010):
Dachanlagen: Die Vergütung sinkt in diesem Jahr zusätzlich einmalig um 16 Prozent (32,88 ct/kWh)
Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen: Auch hier eine einmalige Senkung um 11 Prozent (25,59 ct/kWh)
Sonstige Flächen: Hier sinken die Vergütungssätze um 15 Prozent. (24,44 ct/kWh)
Diese Regelungen gelten jetzt für Anlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 800 Kilowatt (vorher 100 kW), Privathaushalte profitieren sogar deutlich von der angehobenen Eigenverbrauchsvergütung. Sie steigt von 3,6 auf 8 Cent / kWh.
Die zukünftigen Anpassungen würden näher als bisher an den Marktgeschehen angepasst. Wird die neue deutlich erhöhte Zielmarke von 3.500 Megawatt überschritten (vormals 1700 MW), sinken die Vergütungssätze zum Jahresende 2010 um 2 Prozent und 2011 um 3 Prozent pro 1.000 Megawatt zusätzlichem Marktvolumen über den im EEG regulär vorgesehenen Degressionssatz von 9 Prozent hinaus. Unterschreitet das Marktwachstum die Untergrenze von 2.500 Megawatt sinken die Vergütungssätze langsamer.
Starke Einschnitte gäbe es bei neu in Betrieb genommenen PV-Anlagen auf Ackerflächen, Sie sollen nur noch in wenigen Fällen gefördert werden.
Für Anlagen, für die bis Ende 2009 ein genehmigter BPlan existiert, solle eine Übergangslösung gelten, sofern sie bis zum Jahresende 2010 fertiggestellt sind.
Die Auswirkungen der gezielten Förderung führen dabei zu klaren Erfolgen. So wird bereits für 2013 die Netzparität erwartet, Solarstrom kann dann also preislich komplett mit den Endabnehmerpreisen herkömmlicher Energie konkurrieren. Zu loben ist auch die Erhöhung der Leistungsgrenze für die Förderfähigkeit, so wird den größeren Anlagen und der gestiegenen Leistung der Solaranlagen Rechnung getragen. Dies zeigt klar die Zukunft der dezentralen und umweltfreundlichen Stromerzeugung, und so konnte die Solarenergie sicher einen großen Anteil an der bisher stärksten Senkung der CO2-Emissionen in der Geschichte der BRD im letzten Jahr verbuchen.




